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Lebensraumverbesserung Kanalsystem Grosses Moos

Im Rahmen des Projektes "Biotopverbund Grosses Moos" plant die IGB ein Projekt zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Wasserbewohner der Kanäle im grossen Moos auszuarbeiten.

Als Grundlage für die weitere Bearbeitung dieses Projektes wurde in einer ersten Phase gemeinsam mit dem Fischereiinspektorat und Dr. Arthur Kirchhofer (Büro WFN) die kleinräumige Verteilung und jahreszeitliche Dynamik der Fischfauna in den Kanäle im Grossen Moos untersucht. Im über 70 km langen Kanalnetz wurden im Frühling und Herbst 1997 über 40 Probestellen befischt.

Mit 24 nachgewiesenen Arten ist die Fischfauna dieses Gebietes recht vielfältig. Es zeigte sich auch, dass die Besiedlung der Kanäle mit Fischen sehr unterschiedlich ist. Dies ist vorwiegend auf vier Problembereiche zurückzuführen:

  • Wehre und Pumpen in den Kanälen verhindern die freie Fischwanderung
  • die jahreszeitlich stark schwankende Wasserführung schränkt den Lebensraum für die Fischfauna stark ein
  • der intensive Unterhalt der Kanäle und die glatten Beton- oder Holzbrettsohlen bieten den Fischen wenig geeignete Strukturen für Verstecke und Fortpflanzung
  • die zum Teil hohe Nährstoffbelastung hat eine übermässige pflanzliche Produktion zur Folge, die bei hohen Sommertemperaturen negative Auswirkungen auf die Fischfauna hat.

Gestützt auf die Erkenntnisse erarbeitete Dr. A. Kirchhofer im Auftrag der Interessengemeinschaft Bielersee und der Fischereipachtvereinigung Seeland eine Studie zur konkreten Aufwertung des Lebensraumes. Die Studie schlägt 3 verschiedene Massnahmen vor:

  • Bau von Fischpässen im Hauptkanal/Brästengraben - Offenlegung der Verbindungsleitung Kallnachkanal
  • Brästengraben
  • Strukturmassnahmen am Broyeufer Witzwil

Alle diese Massnahmen haben die Verbesserung der Lebensbedingungen für Wasserbewohner zum Ziel und verbessern die Vernetzung der einzelnen Wasserläufe untereinander, sowie deren Verzahnung im terrestrischen Bereich.

Die gebildete Projektkommission aus Mitgliedern der IBG und der Fischereipachtvereinigung hat zum Ziel die vorgeschlagenen Massnahmen umzusetzen.

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