![]() |
![]() |
Bielerseefische ohne bedenkliche SchwermetallbelastungBielerseefische landen einerseits auf den Tellern in den Restaurants am Bielersee, andrerseits sind sie aber auch ein Glied der Nahrungskette, in welcher Schadstoffe wie Schwermetalle angereichert werden können. Speziell bei Raubfischen - beispielsweise der Hecht – sammeln sich solche Stoffe an. Die IG Bielersee war in den 80er Jahren massgeblich an Schwermetalluntersuchungen in Fischen des Bielersees beteiligt. Die Schwermetallgehalte lagen damals bei älteren Fischen vereinzelt in der Nähe der seinerzeit gültigen Toleranzwerte. Mittlerweile sind einerseits die Schwermetallgehalte in den Schweizerischen Gewässern zurückgegangen und andererseits neue Grenzwerte definiert worden. Es schien der IG Bielersee deshalb an der Zeit, die Situation im Bielersee wieder einmal untersuchen zu lassen und hat neue Untersuchungen des Kantonschemikers initiiert. Mit der Unterstützung des Fischereiinspektorats wurden im Frühjahr 2003 die Quecksilbergehalte und zusätzlich die Gehalte anderer Elemente wie Blei und Cadmium in Hechten aus dem Bielersee bestimmt. Ein Teil der Messresultate ist positiv zu werten: Die Bleigehalte lagen alle unter 0.1 mg/kg (Grenzwert: 0.2 mg/kg); Cadmium war in keiner Probe nachweisbar. Gemischt fallen jedoch die Analyseergebnisse beim Quecksilber aus: Positiv zu bewerten ist vorerst, dass die Quecksilbergehalte alle deutlich unter dem Grenzwert von 1 mg/kg lagen. Mit zunehmendem Alter der Fische erhöhen sich auch deren Quecksilbergehalte. Bei Hechten mit einem Alter von über 10 Jahren beziehungsweise einem Gewicht über 16 kg besteht deshalb die Gefahr einer möglichen Grenzwertüberschreitung. Vergleicht man die Untersuchungsergebnisse des Jahres 2003 mit denjenigen des Jahres 1988 stellt man fest, dass die aktuelleren Messwerte höher liegen als vor 15 Jahren. Beunruhigend dabei ist, dass in den 90er Jahren entsprechende Gewässerschutzmassnahmen gegen Schwermetalle getroffen wurden, den Hechten im Bielersee jedoch noch nichts Positives anzumerken ist.
Eine Positivmeldung kann aus den Untersuchungen im Jahre 2003 trotzdem formuliert werden: Die Konsumenten können weiterhin bedenkenlos Bielerseefische geniessen. |